Kajakausflug am Lingenfelder Altrhein bei Germersheim

Wie das neue Jahr 2026 anbricht und man sich langsam auf die neue Paddelsaison freut, denke ich auch manchmal an die schönen Momente des vorigen Jahres zurück. Mir fällt dabei einen besonders schönen Ausflug im September ein…

Statt wie im letzten Jahr bis zum Ende Oktober zu warten, konnten vier tapfere Wikinger am 13. September nicht umhin, als ihren Kundschafterinstinkten nachzugehen – sie brachen mal wieder zu einem Ausflug am Lingenfelder Altrhein bei Germersheim auf.

Der Treffpunkt lag an dem üblichen Parkplatz auf der Insel Grün, in der Nähe von der großen BMW-Fabrik. Seit dem Anfängerkurs im Sommer 2025 haben wir ein Paar neue Mitglieder im Verein, und einer davon wagte es, uns an diesem sonnigen Spätsommertag zu begleiten. Schön, dass du dabei warst!

Obwohl leider nur eine kleine Bande, entschied unsere tapfere Truppe sich mutig ins Boot zu steigen, und das Abenteuer ging bei überraschend starkem Sonnenschein los. Rechts von der Einstiegsstelle kamen wir ziemlich bald zum Ende von dem kleinen ersten See und in einen relativ engen Bach, von hohen Bäumen und Stämmen umzingelt. Als Naturschutzgebiet wirkte es oft wie ein geheimnisvoller Urwald, so dass unser Autor sich oft bei der Erwartung ertappte, dass ein Dinosaurier jederzeit zum Ufer zum Trinken kommen könnte!

Nach zwei Kilometern Wald fanden wir einen größeren See auf der linken Hand, den wir später erforschen wollten – aber zuerst folgten wir dem verlockenden Ruf des Abenteuers, weil wir wussten, dass der große Rhein nur ca. ein Kilometer weiter lag… Da es in letzter Zeit leider einen Unfall in der Gegend und bei ähnlich hohem Wasserstand gegeben hatte, blieben die Mitglieder der Truppe bei einer respektvollen Distanz, aber konnten trotzdem den Anblick der vorbeifahrenden Großschiffe und Motorboote genießen. Nach dieser kurzen Bewunderungstour kehrten wir zum vorigen See zurück, um einen Picknick-Platz zu suchen. Hier gibt es einen Segelverein und manche Anglerstellen, aber nur wenige mögliche Ausstiegsstellen – auch bei den bekannten Stellen war die Landschaft mit gebrochenen Bäumen seit dem vorigen Jahr ziemlich stark verändert. Unterwegs fanden wir einen einzelnen, majestätischen Baumstamm hochragend mitten im Wasser: vielleicht noch ein weiteres Andenken an die alten Urzeiten. Am Segelclub Lingenfeld vorbeipaddelnd kamen unsere tapferen Abenteurer demnächst zu einem kleinen Strand, wo sie ein wohl verdientes Mittagessen genießen konnten. 45 Minuten später brachen sie dann für die letzte Etappe wieder auf – quer über den See, und dann rechts in den bekannten Bach.

Von der lokalen Flora und Fauna weiter ungestört kamen sie um ca. 16 Uhr nach ca. 2,5 Stunden Paddelzeit und genau 9 Kilometern zurück zur Einstiegsstelle. Wir bedanken uns sehr bei den Organisatoren, Gabi und Thomas, und freuen uns auf den nächsten Versuch, neue Länder und Seen für die tapferen Wikinger zu erforschen!

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